Youth as Actors of Change: Livable Industrial Cities in Northwestern Russia
Dies ist das Nachfolgeprogramm des 2016 durchgeführten Programms „Perspektiven für Jugendliche – Multiplikatorenausbildung in Monostädten"zur Förderung der zivilgesellschaftlichen Initiativen junger Menschen in der Region Murmansk. Dieses Programm wurde erneut vom Berliner Center for Independent Social Research (CISR e.V.) in Zusammenarbeit mit der Partnerorganisation CISR St. Petersburg durchgeführt und vom Auswärtigen Amt finanziell unterstützt.

Aktive Jugendliche

Das Multiplikator*innenprogramm für aktive Jugendliche und junge Erwachsene aus russischen Monostädten, welches 2016 in Montschegorsk, Kovdor und Kingisepp (Russland) erfolgreich und mit großer öffentlicher Aufmerksamkeit implementiert wurde, wurde 2017 im Murmansker Gebiet fortgesetzt und inhaltlich erweitert. Im Programm 2017 lag einer besonderer Fokus auf der Stärkung des peer-to-peer Austausches und einer (trans)regionalen Vernetzung der Multiplikator*innen, die mit Hilfe einer online-Ressource unterstützt werden konnte. Darüber hinaus wurde das Programm stärker auf Auszubildende ausgerichtet, die durch eine Ideenwerkstatt ins projektbasierte Netzwerk eingebunden wurden. Auch der Vernetzung mit lokalen Stakeholdern, die über wichtige Schlüsselressourcen für innovative Projekte, wie Logistik, Räume und Finanzen verfügen, wurde eine höhere Bedeutung beigemessen.

Im Rahmen des Programms 2017 wurde ein „Open Call" in der Region Murmansk ausgeschrieben und insgesamt 78 Personen aus elf Städten für die Teilnahme ausgewählt. Neben der konkreten Beratung bei der Umsetzung der Initiativen, wurde von Mai bis November 2017 eine Reihe von Bildungsveranstaltungen wie Workshops, Seminare, Webinare, „Runde Tische" mit Stakeholdern und eine Ideenwerkstatt in den Städten Zapolyarny, Murmansk, Apatity, Kovdor, Kandalakscha und St. Petersburg durchgeführt.

Bildungsreise

Im Oktober 2017 fand wie im Jahr davor eine Bildungsreise nach Deutschland statt, um in Berlin, Brandenburg und Thüringen die praktische Umsetzung von deutschen Jugendinitiativen und gemeinnützigen urbanen Projekten kennenzulernen und mit den Projektverantwortlichen vor Ort Erfahrungen auszutauschen. Hierbei war von besonderem Interesse, welche Infrastruktur in Deutschland die Umsetzung von Projekten und Initiativen für und mit Jugendlichen erlaubt, z.B. durch Fördermittel von Stiftungen – wie z.B. die „Montag Stiftung für urbane Räume" – und staatliche Programme. Diese Fragen wurden u.a. auch mit politischen Vertreter*innen im Erfurter Stadtrat diskutiert. Desweiteren erhielten die Teilnehmer*innen die Gelegenheit, das 15. Jahresfestival der internationalen Organisation MitOst e.V. (www.mitost.org) zu besuchen, die seit 20 Jahren soziale Projekte sowie Jugendinitiativen und urbane Initiativen in West- und Osteuropa unterstützt. Dort besuchten die Teilnehmer*innen zwei Tage lang Workshops und Seminare, nahmen an Diskussionen teil und hatten die Gelegenheit, sich international zu vernetzen.

Im November 2017 fand die Abschlusskonferenz des Programmes in Murmansk statt, bei der die Teilnehmer*innen ihre Erkenntnisse und Errungenschaften der sechsmonatigen Programmphase mit regionalen Stakeholdern und internationalen Expert*innen diskutierten und den Stand der Umsetzung ihrer Ideen präsentierten. Abschließend kürte die internationale Jury drei gemeinnützige Projekte: das Jugendzentrum „Pritjaschenie" (Kovdor), den Klub- und Proberaum „Plavuchij dok" (Murmansk) und das inklusive Kindertheater „Lutschik nadeschdy" (Zapoljarnyj).



Partner*innen in Russland:

Lilia Voronkova (Koordinatorin), Oleg Pachenkov, Elvira Gizatulllina, Irina Shirobokova, Alla Bolotova (CISR St. Petersburg), Alena Ostanina, Evgenija Bucharinova, Vadim Matveev (ARTa Trainers).

Weitere Kooperationspartner:

Steffen Präger (Plattform e.V.), Nils Zimmermann (MitOst e.V.), Sergej Medvedev (SOIN School), Montag Stiftung für Urbane Räume, Christian Theuerl (Projekthaus Potsdam).


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